Sonntag, 23. April 2017

Mann der etwas auf sich hält, näht und trägt Fliege

Immer wieder wird die Madame gefragt, ob es denn heut zu Tage nicht schwierig sei, auf der Oberstufe zu unterrichten. Und dann noch Werken… Schwierig würde es die Madame nicht nennen, zwischendurch eine Herausforderung, aber immer spannend und inspirierend. Herausfordernd ist es, stets neue Werkideen so umzusetzen, dass sie auf der Schulstufe machbar sind und den Jungs und Mädels auch noch Freude machen, aber auch, dass die Madame Abwechslung hat und immer wieder etwas Neues machen kann. So entstanden kürzlich bei Neuntklässlern Jungs Fliegen. Zuerst machten sie ein Design, welches dann mit dem Plotter umgesetzt wurde und auf die Fliege kam. So konnten sie sich auch kreativ austoben und nicht nur Nähtechnisch. Damit die Fliege schön versorgt werden kann, machte die Madame mit den Jungs auch noch eine kleine Schachtel. Als Abschluss kam dann die liebe Sorella und Signora Pinella und machte tolle Fotos von den Jungs mit Hemd und Fliege und einem Sport-Utensils. Es machte ihnen mega Spass mit Boxhandschuhen, Basketball oder einem Baseballschläger zu posieren und rundete die Arbeit richtig ab. Die Bilder werden dann an der Werkausstellung den Fliegen etwas Leben einhauchen. Als Start zur Werkarbeit kam die Madame natürlich passend gekleidet zur Schule und trug Hemd und Fliege. 


 Falls jemand gerne auch eine Fliege nähen möchte, findet hier eine Anleitung dazu:
 
Was wohl das Unterrichten am einfachsten macht, ist es, wenn man mit Freude und Leidenschaft dabei ist. Das lässt dann auch jegliche pubertäre Anwandlung besser bewältigen. Mit Menschlichkeit, Liebe, Fairness und einer Prise Originalität kann man ganz viele Situationen bewältigen und eine gute Stimmung in die rosa Stube zaubern.

Herzlich, Madame Gaianna  


Samstag, 1. April 2017

Frühlings-Freude im Hause von Madame Gaianna

Nach dem vielen Trübsal hier in den letzten Monaten nun endlich mal wieder etwas, was Madames Herz luftig und leicht macht und ihr viel Freude bereitet. Ja die Madame kann sagen, dass sie tagtäglich Dinge tun kann, welche ihr einfach mega Spass machen. Das ist wie ein Sechser im Lotto, wenn Frau stets mit schönen Dingen umgeben sein und den Ideen freien Lauf lassen darf. Und noch viel schöner ist es, wenn genau diese Dinge noch mit lieben jungen Menschen geteilt werden dürfen. In der Spezialwoche vor kurzem entstanden ganz viele Kitschgläser. Wochenlang hat die Madame überall ganz viele kitschige Dinge eingekauft, dass dann auch wirklich eine grosse Auswahl zur Verfügung stand und die Mädels nach Herzenslust auswählen konnten. Besonders hell und freudig leuchteten die Mädels-Augen dann, als die Madame als Überraschung für alle noch eine kleine Lichterkette hervorzauberte. Glücklich war die Madame in dieser Woche! Nebst den Kitschgläser entstanden noch viele schöne Dinge aus Papier. Auch so eine Leidenschaft, die immer wieder viele schöne Stunden bereitet. Aber dazu ein anderes Mal mehr...
Die folgenden Bilder sind eine kleine Auswahl von Schülerarbeiten. Die Madame ist begeistert, mega stolz und vor allem wieder total inspiriert. Einige Gläser wird sie wohl sicher nachmachen... Gute Ideen haben die lieben Mädels gehabt. 
Ganz liebe kitschige Frühlingsgrüsse, herzlich Madame Gaianna

Freitag, 17. März 2017

Polo Hofers weise Worte...

Manchmal geht es nur, wenn man ein bisschen ausholen tut. So ist es auch jetzt... mal wieder etwas schwere Kost, aber wie alle wissen ist das Leben nicht immer nur mit Sonnenschein erfüllt, sondern auch mit Leid und Trauer. Aber nicht darum soll es gehen, nein sondern um die Blumen, welche man doch besser den Lebenden schenkt…
Jedes Mal wenn die Madame ihre Grossmutter sah, brachte sie ihr einen Blumengruss mit. Immer mit den Worten, sie bringe jetzt die Blumen und werde sie dann nicht aufs Grab legen. Und bei jeder Verabschiedung sagte die Madame, gell wenn du spürst, dass du gehen musst, dann sage es mir und ich komme. Manche mögen diese Art der Kommunikation als komisch empfinden, aber zwischen dem Grosi und der Madame stimmte es.
Und als es dann soweit war und die Madame spürte, dass sich nun das Grosi auf den Weg in den Himmel begeben würde, kam nicht ein Anruf, aber in der Seele, in Madames Bauch war klar, dass es nun soweit war. Beim Betreten des Zimmer kamen dann die Worte der Grossmutter: „Ich habe auf DICH gewartet, ich werde sterben, bitte wache bei mir.“
Und so sass die Madame vom 25. Auf den 26. Dezember vor einigen Jahren am Sterbebett ihrer Grossmutter hielt ihre Hand, weinte und war doch unendlich dankbar, dass sie genau dies erleben durfte. Auch, weil sie die Blumen geschenkt hatte, als sie noch lebte.

Als die Madame ihre Freundin in den letzten Jahren auch auf diesem Weg begleiten durfte, versuchte sie ganz bewusst, noch viele Wünsche zu erfüllen, Zeit und Blumen zu schenken und zu sagen, was auf der Seele brannte.

Und jetzt ist die Madame schon wieder traurig, weil sie einen lieben nahen Menschen viel zu jung verloren hat. Und genau dies zeigte einmal mehr, dass der liebe Bauch meistens ganz deutlich sagt, was doch gut wäre.
Und das will die Madame noch viel bewusster machen, immer und immer wieder. Tun, was der Bauch sagt, helfen, wo Hilfe nötig ist, sprechen, wenn ein gutes Wort gut tun würde, Anteil nehmen und leben, einfach leben! Bewusst im hier und im jetzt! Darum ist es momentan hier auf dem Blog auch so ruhig. Viele andere Dinge haben momentan einfach Priorität, sind wichtig und brauchen Zeit und viel Liebe.

Darum hat die Madame ganz bewusst diese Woche einen schönen Strauss als Genesungsgruss senden lassen (Floristen an Ort bieten diesen Service oft auch an, ein Anruf genügt und es klappt tadellos. Die Madame hat dies schon mehrmals getestet) Und auch ein Eisbär Geschenk fand seinen Weg zu einem Menschen, dem wohl eine Aufmerksamkeit und ein paar liebe Worte gut taten.

Und die Madame hat sich auch entschieden ihre eigenen Wünsche und Träume nicht mehr länger aufzuschieben, sondern jetzt anzupacken, umzusetzen und bewusst und dankbar jeden Tag zu leben.

Von Polo Hofer gibt es ein Lied, welches eigentlich alles zum Thema sagt… mögen seine Worte das Herz berühren und vielleicht dazu bewegen, den Lebenden mehr Blumen zu schenken. 


Blumen von Polo Hofer
Man sieht viel Trauriges, wenn man durchs Leben geht
Die Leute plagen einander und tun sich was zuleide.
Wenn man dann im Sarg liegt am Lebensende,​
Drücken sie einem noch schnell Blumen in die Hände

Es gibt manchen, der nichts zu lachen hat.
Und es gibt viele, die können das nicht verstehen.
Drum ist es gut, wenn man darüber nachdenkt
Und merkt, dass man Blumen den Lebenden schenkt.

Chorus:
Drum bring mir Blumen, solange ich mich darüber freuen kann.
Und nicht erst, wenn ich zu Boden gehen muss.
Und hat's im Leben halt nicht sollen sein,
Brauch ich auch keine Blumen, wenn ich gestorben bin.

Es bräuchte hie und da ein freundliches Wort,
Schon nur ein Lächeln, das hilft sofort
Und wenn Du mir schon mal Blumen gibst,
Sieh zu, dass es nicht erst auf dem Friedhof ist.

Für das Goldene Kalb, für die Heilige Kuh
Macht mancher alles und hat doch nie genug;
Er macht dabei den andern das Leben schwer
Und kommt, wenn's zu spät ist, noch mit Blumen daher.

Wer den Song noch anhören möchte, kann dies hier tun. 

Nach der wieder etwas schweren Kost, gibt es jetzt dann viel Gefreutes aus Madames Leben… ja das gibt es nämlich auch. Und wie könnte es anders sein, es geht um viel Glimmer, Kitsch und Gloria. Man darf gespannt sein.
Herzlich Madame Gaianna


Freitag, 10. Februar 2017

Muryo

Manchmal hat man das grosse Glück, dass man junge Menschen auf ihrem Lebensweg begleiten darf. So werden aus kleinen Mädchen von Freundinnen, plötzlich Schülerinnen und später junge Frauen. So auch Muryo, welche die Madame schon eine ganze Weile kennt und einen grossen Platz in ihrem Herzen hat. Noch gut mag sich die Madame erinnern, wie begabt Muryo in der Schule war. Innerhalb kurzer Zeit entstanden auf dem Papier wahre Kunstwerke und es war eine Freude zu sehen, wie Werkarbeiten originell und kunstvoll umgesetzt wurden.
Zu sehen wie Muryo ihre Bilder macht, ist einfach ein Genuss. Sie hat einen enormen Form- und Farbensinn und schafft es ihren Zeichnungen Leben einzuhauchen. Grosse Bewunderung hat die Madame für Muryo`s Flair. Erst vor kurzem durfte die Madame mit ihr viele Stunden beim Basteln verbringen und es war einfach spannend zu sehen, wie sie alles umgesetzt hatte. Da konnte die Madame viel lernen. 
Von genau dieser lieben Muryo bekam die Madame ein Buch, in welches sie ihre Bastelideen hineinzeichnen- oder schreiben und Bilder einkleben kann. Gross ist die Freude an diesem wunderbaren Geschenk. Schön ist es zu sehen wie liebevoll bis ins Detail alles gestaltet wurde.

Es ist ein besonderes Geschenk, Madames Herz wurde ganz fest berührt.

Wer gerne sehen möchte, was die liebe Muryo sonst noch alles so macht, kann auf ihrem YouTube-Kanal (hier klicken) noch viele weitere wunderbare Kunstwerke sehen.  
Übrigens auch die Sorella und Signora Pinella hat von der lieben Muryo ein wunderschönes Buch bekommen. Hier könnt ihr ihre Geschichte dazu lesen. 
Es gibt Dinge, welche der Seele einfach gut tun. Dazu gehört bei der Madame auch das Stricken. Dabei kann man die Seele baumeln lassen und den Gedanken nachhängen. Und es ist überall möglich, im Zug, beim Warten, oder einfach gemütlich zu Hause auf dem Sofa. 

So hat die Madame der lieben Muryo einen Schlauch und eine Mütze gestrickt. Ganz viele liebe Gedanken und Wünsche wurden da eingestrickt… die beiden Dinge sollen ihr warm geben und die eingestrickten Gedanken sollen sie lieb begleiten. Schön, dass es dich gibt, du Liebe!


Herzlich, Madame Gaianna





Dienstag, 24. Januar 2017

Winterkonfitüre und ein Missgeschick

Wie versprochen geht es hier recht zügig weiter... Schon seit Wochen wollte die Madame hier das wirklich mega leckere Winterkonfitüren-Rezept vorstellen. Es wurde auch endlich Zeit, denn da gibt es noch etwas gut zu machen... Ganz viele Gläser verschenkte die Madame in der Weihnachtszeit und noch mehr waren in den Wuntertütenstiefel. Soweit so gut, wäre es nur die Konfitüre gewesen, aber die Madame hat stets noch ein Rezept dazu getan. Und da ist das Problem... Wäre nicht die liebe Nicole Eulenkling dem Fehler auf die Schliche gekommen, hätte es die Madame bis jetzt gar nicht gemerkt. 
Also auf dem weit verbreiteten Rezept steht 50 gr Gelierzucker anstatt 50 gr Geliermittel. Als die Madame das Rezept aufgeschrieben hat, litt sie noch unter den Folgen der Gehirnerschütterung. Da kann man sehen, wie benebelt die Madame war. In aller Form Entschuldigung für das Missgeschick. Das hätte wirklich nicht passieren sollen und es ist auch äusserst unangenehm. Also bitte das alte Rezept entsorgen und dieses hier verwenden, dann klappt es hervorragend. 

Winterkonfitüre

Zutaten:

2 Orangen
1 Zitrone
4 Mandarinen
1 Kiwi
4 dl Orangensaft
800 gr Zucker
50 gr Geliermittel (Die Madame hat es aus der Migros)

Zubereitung:

Orangen und Zitronen waschen. Die Schale mit einem Sparschäler dünn abschälen, danach in sehr feine Streifen schneiden (Mit dem Wiegemesser geht es hervorragend) und in 4 dl Orangensaft 15 Minuten kochen.

Orangen, Zitronen und Mandarinen auspressen. Saft und Fruchtfleisch (ohne Kernen) zur gekochten Schale geben. Kiwi schälen und in kleine Würfel schneiden und beigeben.

Den Saft mit dem Geliermittel aufkochen. Anschliessend den Zucker beigeben und die Masse unter ständigem Rühren gute
5 Minuten weiterkochen lassen.
Konfitüre in heiss ausgewaschene Gläser einfüllen, verschliessen und auskühlen lassen.
 
Weil die Konfitüre wirklich lecker ist lag es auf der Hand, dass sie auch gut in Spitzbuben passen würde. Und da die Madame eigentlich so viele Dinge hätte erledigen sollen, beschloss sie das zu machen, was wirklich nicht auf der to do Liste stand. Das Backen tat der Seele aber sehr gut, darum war es halt doch gerade richtig. Natürlich sind Spitzbuben mit dieser Füllung mal etwas anderes, aber sie schmecken hervorragend! Und ein Gläschen Konfitüre zusammen mit ein paar Keksen zu verschenken, macht sich doch ganz wunderbar. 

So nun viel Spass beim Ausprobieren und Geniessen der Winterkonfitüre und der Spitzbuben! Und denkt daran zwischendurch etwas zu machen, was nicht auf der to do Liste steht, aber der Seele halt einfach gut tut.
Herzlich, Madame Gaianna