Montag, 14. November 2016

Madames Bauch hat gesprochen...

Am Wochenende war Madames Mama bei ihr. Das war ganz schön und gemeinsam wurde fleissig für den Sternenzauber gewerkelt. Ganz viele Dinge entstanden und wurden vorbereitet, aber nicht diese Kitsch-Gläser, die hat die Madame ganz selber gemacht. So viel Glitzer Glimmer und Gloria wäre für die liebe Mama dann vielleicht doch etwas viel. Alle Gläser werden die Madame an den Sternenzauber begleiten. Wer also am Samstag, den 26. November einen einmalig schönen Adventsmarkt erleben möchte, kommt an den Sternenzauber. Hier findet man die Informationen dazu. Die Madame würde sich riesig freuen, viele Leserinnen begrüssen zu dürfen. Und besonders schön ist es natürlich, wenn sich die Besucher auch zu erkennen geben. Das gab in den vergangenen Jahren wirklich schöne Begegnungen. 
Als Madames Mama am Tisch sass und etwas werkelte, schmunzelte sie. Das macht sie öfters. Wenn man dann fragt, an was sie denn gerade gedacht hat, lässt sie sich nicht in die Karten schauen, schmunzelt weiter und schweigt. Und genau das macht die Madame mega gwundrig, aber auch x-maliges nachfragen nützt nichts. Die Madame hat darüber nachgedacht und gemerkt, dass die letzten Beiträge hier genau gleich waren. Andeutungen hat sie gemacht, aber nichts genaues. Die Stimmung war etwas komisch und eigentlich findet dies die Madame der Leserschaft gegenüber nicht so fair. Die Gratwanderung was man hier schreibt und worüber man schweigt ist schwierig. Aber Madames Bauch hat heute gesagt, dass sie schreiben muss, weil sie sonst einfach nicht authentisch ist. Und wenn Madames Bauch spricht, dann muss sie auf ihn hören...

Also, seit drei Jahren weiss die Madame, dass eine Freundin schwer krank ist. In dieser Zeit gab es so viele Gespräche, gemeinsame Erlebnisse, schlimme Stunden, aber auch lustige, bereichernde und gute Momente. Immer wieder hat die Madame gesagt, dass ihre Aufgabe sei zu hoffen, dass ein Wunder geschehen würde. Ganz fest hat sie daran geglaubt und gehofft. Sie versuchte im Alltag beizustehen, Ablenkung zu schaffen, zu spüren, welches Gespräch gerade gut tun würde und einfach da zu sein. Vor wenigen Wochen aber musste die Madame einen schweren Gang tun und sie ins Spital begleiten. Man kann sagen, das war der traurigste Tag in Madames Leben. Die genaueren Umstände tun hier nichts zur Sache, nur so viel, dass die Situation noch viel trauriger ist, als es hier zu schreiben möglich wäre. Nun ist es ein Warten, entweder auf ein Wunder oder auf die Erlösung. So werden plötzlich Dinge nebensächlich und die Seele wird berührt, durch Begegnungen und Gespräche, welche unter die Haut gehen und man spürt, dass nur die Liebe und das füreinander da sein helfen, diese schweren Stunden zu ertragen. Als die Madame wieder einmal fest weinen musste, sagte ihre grosse Schwester, dass Hebammen Kindern auf die Welt helfen, es aber auch Hebammen gibt, welche Menschen in den Himmel begleiten. 

Dieser schöne Gedanke begleitet nun die Madame bei ihren täglichen Telefonaten oder Besuchen und genau dieser Gedanke und die Dankbarkeit für die wertvollen Stunden in den letzten Wochen geben Trost und Kraft. 

So pendelt die Madame momentan zwischen dem prallen Leben, mit viel Kitsch, Glitzer, Glimmer und Gloria und dem Abschied nehmen. Ein Wechselbad der Gefühle, oder einfach so, wie das Leben ist. Freud und Leid liegen oft nahe beieinander und rütteln alles so richtig durch.
Und da es scheinbar noch nicht genug war, machte Madames Kopf eine heftige Begegnung mit dem Plattenboden. Ein ganz besonderes Erlebnis war es (Welches die Madame auf keinen Fall wiederholen möchte), in Ohmacht zu fallen und anschliessend nicht zu wissen wo man ist. Eine Gehirnerschütterung mit gut einer Woche Bettruhe war die Folge. Aber dank Signora Pinellas schnellem Handeln und wunderbarer Pflege ist die Madame nun wieder auf den Beinen. 

So Madames Bauch hat sich nun wieder beruhigt, Ordnung ist gemacht und mit etwas Glitzer und einer Träne auf der Backe legt sich die Madame nun schlafen. 
Gute Nacht!
Herzlich, Madame Gaianna



Kommentare:

  1. Ach, die sind so wunderschön!
    Etwas ganz besonderes... Klasse!
    Ganz lieben Gruß von Ruth

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  2. So ein schöner, berührender und zuversichtlicher Text!
    Liebe Grüße

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  3. Liebe Madame,
    Ja so ist es... Ganz wie du sagst. Freude und Leid ganz nah beieinander. Aber wie wunderschön es doch ist, dass es so viel Liebe und Treue gibt in der Welt.
    Liebe Grüße,
    Alice

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  4. Was für ein berührender Gedanke.... Ich liebe deine Glitzergläser, aber schöner ist dein Herz.
    Danke
    Herzlichst
    yase

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  5. Deine Gläser sind wunderschön uns sehr stimmig. Deine Worte stimmen nachdenklich. Deine Gedanken zum Leben positiv und philosophisch, dein Herz gross und voller Liebe!
    Heitere Grüsse Britta

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  6. Uiuiui, liebe Madame, häb dr Sorg!
    Ich kann dir sehr nachfühlen. Wir mussten in letzter Zeit grad Ähnliches miterleben und uns verabschieden... Deine wunderschönen glitzer-glimmerigen Gläser trösten auch mich. Die hast du toll gewerkelt.
    Ich wünsche dir wundervolle Begegnungen und spannende Erlebnisse am Märit.
    Herzliche Grüsse Simone

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  7. schön das es so liebevolle Menschen gibt wie dich!!!
    Das hat mich sehr berührt.
    Ich wünsche dir eine Kraftvolle und heilende Zeit
    Gerdi

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