Freitag, 7. Oktober 2016

Ganz ehrlich, die Madame mag es!



Wie versprochen geht es nun weiter mit Einblicken in Madames letzte Woche... Fünf Tage, fünfmal Impressionen. 
Und zuerst einmal ein Geständnis: Ja die Madame mag Lager, sehr sogar! Und das kommt nicht immer nur gut an. Besonders bei anderen Kollegen, welche das ganz anders sehen. Eine Woche Klassenlager mit 24 Teenager ist eine Menge Arbeit, aber eben auch eine Freude und eine Erquickung der Seele. Aber man muss es sich eben so einrichten, dass es Spass macht. Besonders mögen tut sie, dass sie im Lager Dinge tun kann, welche sonst in der Schule nicht gehen. Und was noch viel schöner ist, dass man die Möglichkeit hat Schüler und Kollegen von einer anderen Seite kennen zu lernen und neue positive Seiten zu entdecken. 

Früher, als die Madame noch Klassenlehrerin war ging sie mit ihren Schülern immer in eine abgelegene Alphütte ohne Strom und fliessendem Wasser, dafür mit Plumpsklo. Ja das war eine Herausforderung, aber das Tagesprogramm war dann schon einfach vorgegeben. Holz spalten, Wasser am Brunnen holen, Feuer machen, den Ziegen nachspringen, wandern usw. 
Seit einigen Jahren begleitet sie nun Klassenlehrpersonen in Lager... Na und das ist für diese zuerst ein daran gewöhnen. Denn eines mag sie nicht! Stress! Am Morgen aufstehen, für alle Frühstück machen und anschliessend aufräumen, der Bus fährt und ab ins erste Museum, um dort unmotivierte Schüler zu bändigen... Und wo ist die Madame, die hätte noch dringend zur Toilette und bei ihrer Zahnbürste vorbeischauen müssen. Und das Tag für Tag. Vermitteln von Kultur und Sehenswürdigkeiten in allen Ehren, aber in fünf Tagen holt man nicht die verpasste Bildung der letzten Jahre nach. Also ist da ein gutes Mass aller Dinge gefragt. 

Darum mag sie es besonders, wenn man Workshops anbietet. Jede Lehrperson kann dann das machen, was sie mag und die Schüler haben ein abwechslungsreiches Programm. Zudem erleben sie die Lehrer ganz in ihrem Element, weil wir dies tun, was wir lieben. In diesem Lager waren wir zu dritt (Ein super Team übrigens, aber dazu ein anderes Mal mehr) Die Klassenlehrerin hat die Schüler Kartenspiele gelernt, denn ganz viele können dies wirklich nicht mehr und hat mit ihnen gebloggt. Eine coole Seite wurde das, aber ob diese hier verlinkt werden darf, muss die Madame noch fragen. Der Alleskönner hat mit Ihnen Sport gemacht und bei den Schülern die Liebe zu Breakdance geweckt. Kein Wunder, er ist auch Profi, nur die Madame durfte sein Können noch nie in echt bewundern. Das hat den Schülern mega Spass gemacht.

Und die Madame... die hat gebastelt, weil sie dies liebt und sie hat VIEL Zucker in Umlauf gebracht. In der Küche entstanden gebrannte Mandeln und Nidletäfeli. Viele Liter Rahm, einige Kilos Mandeln und noch mehr Zucker wurden verarbeitet und anschliessend hübsch verpackt. Und sie hatte so Freude, wie gut und motiviert die Schüler mitgemacht haben. Es war eine wahre Freude und Madames Seele war so glücklich. Die Sachen durften die Schüler dann mit nach Hause nehmen. Natürlich wurden die Gläser mit den gebrannten Manlden und die Nidletäfeli im Schachteli erst zu Hause am Bahnhof übergeben, damit sie heil ankamen. 

Und nun verrät euch die Madame noch zwei Geheimnisse, welche sie in den vergangenen 15 Jahren immer wieder beobachtet hat:
1. Ja, die Jungs machen solche Sachen auch sehr gerne! Basteln und in der Küche Zucker verarbeiten.
2. Ja, die Jungs lieben Glitzer, Glimmer und Gloria. Man muss sie nur lassen. Das Glitzerpapier war bei ihnen äusserst beliebt und wurde VIEL gebraucht, mehr als bei den Mädels. 

So dies war der erste Einblick und keine Angst Kultur und Sehenswürdigkeiten kamen nicht zu kurz, aber dazu das nächste Mal mehr. 
Herzlich, Madame Gaianna










Kommentare:

  1. Was für wundervolle Werke...
    Besonders die Gläser mit den Mandeln finde ich toll!
    Das wäre perfekt für unser aktuelles Challengethema bei Kreativdurcheinander...
    Vielleicht magst Du Deine Mandeln dort verlinken?
    Kreative Grüße von Ruth

    AntwortenLöschen
  2. Dein Herz brennt lichterloh für deine Schüler, deine Arbeit, deine Kollegen.... Ich bin berührt und begeistert. Dich kennen zu dürfen, das ist Glück
    Herzlichst
    yase

    AntwortenLöschen
  3. Wunderbar umgesetzte Ideen zeigst du hier! Ich teile deine Meinung bezüglich weitervermitteln von Wissen/Handwek. Wenn man als Leherin nicht interessiert an einem Thema ist, dann kann man die SchülerInnen schlecht motivieren! Motivation ist aber unabdingbar für den Lernerfolg!!
    Du machst das klasse!!
    Heitere Grüsse Britta

    AntwortenLöschen
  4. Du bist die wunderbarste Lehrerin!!!!!!
    Herzlichst Anita

    AntwortenLöschen